
Rhein-Erft: Private Hilfsbereitschaft weiter hoch
Gut ein halbes Jahr nach Ausbruch des Ukraine Kriegs leben sehr viele Geflüchtete immer noch bei hilfsbereiten Privatleuten. Das melden unter anderem die Städte Bergheim, Brühl, Wesseling, Frechen und Kerpen.
Veröffentlicht: Freitag, 09.09.2022 07:28
Teils ist der Anteil der privaten Unterbringung sogar viel höher als der in städtischen Unterkünften. In Pulheim oder Hürth zum Beispiel sind fast 400 Flüchtlinge privat untergekommen, während in Pulheim nur rund 100, in Hürth etwas mehr als 150 in Unterkünften wohnen, die die Stadt bezahlt. In Kerpen leben sogar über 600 Geflüchtete in privaten Unterkünften, die Zahl der rund 130 Ukrainer in städtischen Sammelunterkünften erscheint verschwindend gering. In Bergheim, Wesseling und Bedburg ist es dagegen relativ ausgeglichen. Allerdings nehmen die Konflikte in der privaten Unterbringung vereinzelt zu, berichten einige Städte. So seien manche Menschen inzwischen unzufrieden, weil die Situation beengt sei oder man unterschiedliche Essgewohnheiten habe. Einige Städte bieten dann Hilfe an, um zu vermitteln, zum Beispiel durch Sozialarbeiter.