Rhein-Erft: Pandemie hat Ausbildungsmarkt im Würgegriff

Ein Jahr Corona-Pandemie macht sich auf dem Ausbildungsmarkt im Rhein-Erft-Kreis deutlich bemerkbar. Zu diesem Ergebnis kommen die Agentur für Arbeit, die Industrie- und Handelskammer sowie die Handwerkskammer in ihren Halbzeitbilanzen.

© Metalldrückerei Schmitt

Dabei gibt es laut IHK große Unterschiede zwischen den Branchen: Tourismus, Gastronomie und Mode-Einzelhandel – in diesen Bereichen wird derzeit wenig bis gar nicht ausgebildet; in den Bereichen Logistik, IT und E-Commerce sieht es dagegen richtig gut aus. Unter dem Strich fällt der Vergleich mit dem Vorjahr bei der IHK negativ aus: sie hat im Rhein-Erft-Kreis bislang 170 abgeschlossene Ausbildungsverträge registriert, das sind rund 30 Prozent weniger als vor einem Jahr. Ähnliche Erfahrungen macht auch die Brühler Agentur für Arbeit. Sie registriert rund 30 Prozent weniger gemeldete Lehrstellen und über 13 Prozent weniger Bewerber. Auch die Zahl der abgeschlossenen Ausbildungsverträge hinkt hinterher. Nach Angaben der Agentur für Arbeit haben erst knapp 300 Jugendliche einen Ausbildungsplatz gefunden, rund drei mal so viele sind noch auf der Suche. Im Handwerk gibt es noch viele freie Stellen, zum Beispiel im Lebensmittelhandwerk oder im Bau- und Ausbaubereich. Alle Beteiligten haben die Hoffnung, dass sich bis zu Beginn des Ausbildungsjahres in einem halben Jahr noch viel tut. „Es ist erst die erste Hälfte rum, jetzt kommt noch die zweite Halbzeit und anschließend die Nachspielzeit“ – so kommentiert der Leiter der Brühler Agentur für Arbeit, Rainer Imkamp die derzeitige Situation.

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