
Rhein-Erft: Mehr Platz und Personal für OGS-Rechtsanspruch
Ab 2026 gibt es einen Rechtsanspruch auf Ganztagsbetreuung in der Grundschule. Dafür fehlen allerdings noch viele Räume. Das hat eine Radio-Erft-Abfrage im Rhein-Erft-Kreis gezeigt. Und viele Städte haben wegen des Fachkräftemangels Sorgen. Es werde eine große Herausforderung, qualifiziertes Betreuungspersonal zu finden. Denn für die OGS gilt ein Fachkräftegebot, heißt es aus Elsdorf.
Veröffentlicht: Mittwoch, 02.11.2022 07:25
Fast alle Städte haben die Raumkonzepte auf der Agenda. Sprich: es muss geprüft werden, an welchen Grundschulen noch neuer Platz geschaffen werden muss. Erftstadt etwa hat nach eigenen Angaben schon jetzt eine hohe Betreuungsquote und muss für noch mehr Kinder multifunktional nutzbare Mensen einrichten und Unterrichtsräume noch stärker für die Betreuung umgestalten. In Frechen wird schon seit 2009 bei Grundschulneu- und Umbauten entsprechend Mehrbedarf eingeplant. Im Zweifelsfall wird von gemischten Gruppen auf das Prinzip „Klasse gleich Gruppe“ umgestellt. Bei den anstehenden Schulneubauten in Oberaußem und Bergheim-Mitte wird direkt eine hundertprozentige OGS-Abdeckung eingeplant. Bei Schulerweiterung wird ebenfalls alles für die Erfüllung des OGS-Anspruches vorbereitet, so die Stadt. In Wesseling gibt es laut Stadt insbesondere bei den Mensen und Kinderrestaurants sowie den zukünftigen Teamräumen Erweiterungsbedarf. In Elsdorf wurden Plätze und Mobiliar in den letzten Jahren ausgebaut. Außerdem wurde das Konzept „Klasse gleich Gruppe“ zusammen mit den Schulleitungen festgelegt, sodass die Stadt keine größeren Rauprobleme erwartet. In Bedburg sind die Verantwortlichen relativ entspannt: seit Jahren sei Vorgabe, dass jedes Kind einen OGS-Platz bekommt. Der Rechtsanspruch stelle daher keine Neuerung dar.
Bisher kann aber schon vielen der angemeldeten Kinder ein OGS-Platz angeboten werden, etwa in Brühl, Elsdorf, Erftstadt. Der Bedarf ist aber von Stadt zu Stadt und Schule zu Schule recht unterschiedlich. In Bedburg, Bergheim und Elsdorf liegt die Betreuungsquote im Schnitt noch unter oder um 50 Prozent. Deutlich höher ist sie dagegen schon jetzt in Brühl, Erftstadt, Frechen, Pulheim und Wesseling. Sämtliche Städte gehen mit dem Rechtsanspruch aber von steigender Nachfrage aus. Sie glauben jedoch nicht, dass sie dann auch tatsächlich für jedes Grundschulkind einen OGS-Platz brauchen werden.