Rhein-Erft: Mehr Corona-Patienten in den Krankenhäusern

Die Situation in den Krankenhäusern hier im Rhein-Erft-Kreis wird wegen der Corona-Pandemie zusehends angespannter. Laut einer Radio-Erft-Befragung reichen die Kapazitäten zwar noch aus, aber die Zahl der Patienten steigt spürbar. 

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Besonders im Frechener St. Katharinen-Hospital hat sich die Lage zugespitzt. Die Covid-Station in Frechen ist so voll, dass hier die Betten nicht mehr ausreichen. Die Krankenhausleitung überlegt deshalb, andere Stationen zu schließen, um Platz für die Corona-Patienten zu schaffen. Auch eine Sprecherin des Brühler Marienhospital spricht von einer ernsten Lage und mehr Patienten. Zu einer ähnlichen Einschätzung kommen auch die Häuser in Bedburg, Erftstadt und Wesseling. Bei der Belegung der Intensivbetten sieht es besser aus. In allen Krankenhäusern gibt es noch freie Kapazitäten, sowohl für Covid-Patienten als auch für andere. Im Hürther Sana-Krankenhaus wird derzeit sogar nur eine an Corona erkrankte Person auf der Intensivstation betreut.

Britische Mutante auf dem Vormarsch und Patienten werden jünger

Die Corona-Situation in den Krankenhäuser könnte sich aber zuspitzen. Das Maria-Hilf-Krankenhaus in Bergheim beispielsweise rechnet in der nächsten Zeit mit noch mehr Corona-Patienten. Der Hauptgrund ist der deutlich steilerer Anstieg der Fallzahlen, nicht zuletzt wegen der britischen Mutation. Die britische Mutation gilt als deutlich ansteckender als das ursprüngliche Corona-Virus. Das führt dazu, dass in den Krankenhäusern vor allem Patienten liegen, die sich mit der britischen Mutante angesteckt haben: in Brühl beträgt der Anteil rund 90 Prozent, und bei den Bergheimer Patienten wird die britische Mutante in 50 bis 60 Prozent der Fälle nachgewiesen. Ähnlich sieht es auch im Wesselinger Dreifaltigkeits-Krankenhaus aus. Außerdem registrieren die drei Krankenhäuser, dass die Patienten jünger sind als in der vorangegangen Wellen, in der Regel im Alter zwischen 40 und 70 Jahren.

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