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Rhein-Erft: Land will Warnsystem auch für kleine Flüsse
© Deutsche Bahn AG / Alexander Menk
Folgen des Unwetters an der Ahr - zw. Euskirchen und Bad Münstereifel
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Rhein-Erft: Land will Warnsystem auch für kleine Flüsse

In Nordrhein-Westfalen soll ein Hochwasserprognosesystem für alle kleinen Flüsse entwickelt werden. Das kündigte Umweltministerin Heinen-Esser am Montag im Düsseldorfer Landtag in einer Sondersitzung des Umweltausschusses zur Flutkatastrophe an.

Veröffentlicht: Montag, 09.08.2021 10:28

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Bislang gebe es einen systematischen Hochwasserschutz nur für die großen Flüsse wie den Rhein. Während der Hochwasserkatastrophe Mitte Juli hätten aber gerade die kleinen Flüssen teils historisch hohe Wasserstände erreicht. So auch bei uns im Kreis, wodurch Teile von Erftstadt-Blessem verwüstet wurden und viele andere Orte in Erftstadt und anderen Städten bei uns massive Hochwasserschäden davon getragen hatten.

Die fehlende Prognosefähigkeit sei das Hauptproblem bei dem Jahrhundert-Unwetter gewesen, sagte Heinen-Esser. Verlässliche und lokal präzise eingegrenzte Einschätzungen seien nicht möglich gewesen.Zudem sei ein Talsperren-Management nötig, das mithilfe digitaler Technik sowohl auf Trockenheit wie auf Hochwasser rechtzeitiger reagieren könne. Generell müsse das Wohnen, Leben, Arbeiten und die Stadtentwicklung besser an den Klimawandel angepasst werden. Es könne nicht alles genauso wieder aufgebaut werden wie es zuvor gewesen sein. Weitere Hochwasser-Ereignisse könnten dennoch nicht komplett verhindert werden, sagte Heinen-Esser. Bei der Unwetterkatastrophe in NRW und Rheinland-Pfalz waren Mitte Juli mehr als 180 Menschen gestorben, darunter allein 47 in NRW. Hinzu kamen enorme Sachschäden. Der SPD-Abgeordnete René Schneider kritisierte, das Ministerium hätte nicht einfach Zahlen und Warnungen weiterleiten, sondern Steuerung übernehmen sollen.

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