
Rhein-Erft-Kreis: Ermittlungen nach Hackerangriff beendet
Nach dem schweren Hackerangriff auf den Dienstleister Südwestfalen-IT hat die Staatsanwaltschaft Köln die Ermittlungen nun eingestellt. Da keine Beschuldigten gefunden wurden, sieht die Behörde keine weiteren Erfolgsaussichten für die Suche nach den Tätern
Veröffentlicht: Mittwoch, 13.05.2026 13:12
Ermittlungen nach Hackerangriff eingestellt
Die Staatsanwaltschaft Köln hat die Ermittlungen nach dem schweren Hackerangriff auf den Dienstleister Südwestfalen-IT offiziell eingestellt. Laut der Behörde konnten trotz der Untersuchungen keine konkreten Beschuldigten für die Tat ausfindig gemacht werden. Man sehe derzeit keine weiteren Ermittlungsansätze mehr, die Erfolg versprechen könnten, heißt es von der Staatsanwaltschaft. Der Angriff Ende Oktober 2023 hatte die digitale Infrastruktur von rund 70 Kommunen massiv gestört. Auch im Rhein-Erft-Kreis waren die Auswirkungen über viele Monate hinweg deutlich spürbar. Die Identität der Täter bleibt nach dem aktuellen Stand der Nachforschungen somit ungeklärt.
Besonders die Ausländerbehörden des Rhein-Erft-Kreises - zuständig für acht Städte - waren von den Folgen des Hackerangriffs betroffen. Über Monate hinweg konnten viele Online-Dienstleistungen gar nicht oder nur sehr eingeschränkt angeboten werden. In Bergheim und Kerpen funktionierte das System nach rund neun Monaten wieder ohne Einschränkungen.