
Rhein-Erft: Kreis begrüßt Rückkehr zur Maskenpflicht
Der Rhein-Erft-Kreis hat die Wiedereinführung der Maskenpflicht in Schulen begrüßt.Laut Gesundheitsdezernent Nettersheim war die Abschaffung der Maskenpflicht Anfang November von vornherein falsch – aber es spreche für das Schulministerium, die Entscheidung angesichts der Infektionslage selbst zu korrigieren.
Veröffentlicht: Montag, 29.11.2021 14:07
Aktuell steht die kreisweite Inzidenz bei Kindern zwischen 5 und 14 Jahren deutlich über 600. Deswegen sei die Maskenpflicht in Schulen so wichtig, weil für Kinder unter 12 Jahren noch kein Impfstoff zugelassen sei.
Nordrhein-Westfalens Schulministerin Yvonne Gebauer (FDP) hatte am Montag engekündigt, die Maskenpflicht im Unterricht wieder einzuführen. Sie werde dem Kabinett die Rückkehr zur Maskenpflicht am Sitzplatz für alle Schulen empfehlen."Wir reagieren damit in der jetzigen Situation auch auf die Rückmeldungen aus der Schulgemeinschaft, die sich durch die Rückkehr zur Maskenpflicht auch bei den Schülerinnen und Schülern sicherer fühlen", erläuterte die Schulministerin und fügte hinzu: "Zudem versprechen wir uns davon ein geordneteres und verlässlicheres Verfahren zur behördlichen Anordnung von Quarantänemaßnahmen." Oberste Priorität bleibe, die Schulen offenzuhalten und den Präsenzunterricht zu sichern. Die Maskenpflicht war erst Anfang November abgeschafft worden. Schülerinnen und Schüler müssen nach der derzeit geltenden Regelung weiter den Mund-Nasen-Schutz im übrigen Schulgebäude tragen und wenn sie ihren festen Sitzplatz verlassen. Für den Außenbereich der Schulen war die Maskenpflicht schon vor längerer Zeit abgeschafft worden.
Verschärfung der Coronamaßnahmen geplant
Darüber hinaus bereitet Nordrhein-Westfalen weitere Verschärfungen der Corona-Maßnahmen vor. Wie die Deutsche-Presse-Agentur aus Regierungskreisen erfuhr, wird das Landeskabinett am Dienstag über weitere kontaktreduzierende Maßnahmen beraten. NRW-Ministerpräsident Wüst (CDU) sprach sich für schnelle, bundeseinheitliche Regelungen aus. "Wir können nicht warten, bis ein neuer Kanzler gewählt wird. Daher braucht es diese Abstimmung in den nächsten Tagen - am besten schon morgen", sagte er. Wegen der Ausbreitung der Corona-Variante Omikron sei keine Zeit zu verlieren. "Einheitliche Standards für deutliche Kontaktreduzierungen, die Vorbereitung einer allgemeinen Impflicht, das Bereitstellen von Wirtschaftshilfen für mögliche weitere Einschränkungen und die Einrichtung des neuen Krisenstabes beim Bund - all das müssen Bund und Länder dringend gemeinsam besprechen.", so Wüst.
Bei den Entscheidungen des Landeskabinetts wird es nach DPA-Informationen insbesondere um Großveranstaltungen und weitere Orte mit besonderem Infektionsrisiko gehen.
Zudem wird erwartet, dass das Kabinett auf Vorschlag von Schulministerin Yvonne Gebauer (FDP) die Wiedereinführung der Maskenpflicht am Platz im Schulunterricht beschließen wird. Am Dienstagmittag werden Wüst und sein Stellvertreter, Familienminister Joachim Stamp (FDP), über die Ergebnisse informieren.