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Rhein-Erft: Keine Schule wegen Sturm
© Radio Erft (Symbolbild)
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Rhein-Erft: Keine Schule wegen Sturm

In der Nacht zu Donnerstag wird auch über dem Rhein-Erft-Kreis ein heftiger Sturm erwartet. Der Deutsche Wetterdienst warnt vor schweren Sturmböen mit Geschwindigkeiten zwischen 80 km/h und 100 km/h.

Veröffentlicht: Mittwoch, 16.02.2022 15:16

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In höheren Lagen kann es auch orkanartige Böen bis 110 km/h geben, heißt es. Die Feuerwehren im Kreis sind in Bereitschaft - die Kommunale Koordinierungsstelle (KKS) der Feuerwehr wurde aktiviert. Außerdem fällt am Donnerstag in ganz NRW der Unterricht an allen Schulen aus, hat Schulministerin Yvonne Gebauer am Mittwoch im Düsseldorfer Landtag angekündigt. Familienminister Joachim Stamp appellierte außerdem an alle Eltern, ihre Kinder am Donnerstag zu Hause zu betreuen statt in die Kita oder Kindertagespflege zu schicken. Gewarnt wird aktuell auch vor Spaziergängen. „Weg aus den Wäldern!“ heißt es von den Experten der Landesregierung. Durch die lange Regenperiode könnten Waldböden aufgeweicht sein – und Baumwurzeln weniger Halt haben und im Sturm leichter umfallen. Zahlreiche Bäume seien durch die vergangenen Dürrejahre und den Borkenkäferbefall auch geschädigt. Daher sei - noch häufiger als sonst - mit herausbrechenden Ästen und umstürzenden Bäumen zu rechnen. Die Gefahr bleibt auch nach dem Sturm bestehen, weil lose oder angeknackste Äste und Bäume nachträglich umfallen können.

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Friedhöfe, Spielplätze und Parks geschlossen

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Auch die Städte im Kreis bereiten sich vor. In Erftstadt sind zum Beispiel ab Mittwochnachmittag alle Friedhöfe und auch der Schlosspark in Lechenich gesperrt. Geschlossen bleiben auch alle Sportplätze und Turnhallen, beide Hallenbäder, die Musikschule und die VHS. Außerdem wurde die Sitzung des Jugendhilfeausschusses für Mittwochabend abgesagt, heißt es von der Stadt. Auch in Pulheim bleiben Friedhöfe geschlossen und Wälder und Parks sollen gemieden werden. Das gilt auch in Kerpen. Auch Beisetzungen können am Donnerstag nicht stattfinden, denn es bestehe die akute Gefahr, dass durch abbrechende Äste oder umstürzende Bäume Personen verletzt werden könnten, heißt es von der Stadt. Ebenfalls geschlossen bleiben die Jugendzentren in Kerpen und Sindorf und die mobile Jugendförderung. Weil es für Freitag und Samstag weitere Sturmwarnungen gibt, geht die Stadt Elsdorf noch einen Schritt weiter. Dort werden die städtischen Friedhöfe und die städtischen Waldstücke (Heckelsberg, Kaninhütte) ab sofort bis Montag gesperrt. Und auch Spielplätze sollten nicht besucht werden, auch wenn vor Ort vielleicht Absperrung nicht direkt ersichtlich sind, heißt es von Bürgermeister Andreas Heller. Er appelliert außerdem an alle Sturmschäden nur an Polizei oder Feuerwehr zu melden, wenn es um Leib und Leben gehe. Alle anderen Schäden würde der Bauhof (buergerbuero@elsdorf.de) beheben, wenn der Sturm weitergezogen sein. In Frechen bleiben neben den Friedhöfen auch der städtische Abenteuerspielplatz und die beiden Kinder- und Jugendeinrichtungen Deluxe (Innenstadt) und Habbeltown (Frechen-Habbelrath) geschlossen. Und auch die Stadt Köln bittet die Bevölkerung, Waldgebiete, Parkanlagen, Friedhöfe und Alleen zu meiden. Außerdem bleiben alle städtischen Sportanlagen und Sportplätze am Donnerstag ganztägig geschlossen.

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Sturmvorbereitungen bei der Bahn

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Auch im Verkehr rüsten sich die Betriebe für den Sturm. Behinderungen im Straßen- und Schienenverkehr sind laut dem Deutschen Wetterdienst möglich. Die aktuelle Wetterentwicklung werde beobachtet, heißt es von der Deutschen Bahn. Mitarbeiter und Einsatzfahrzeuge sind in Bereitschaft versetzt, um eventuelle Sturmschäden schnell beseitigen zu können. Weil die Schulen geschlossen bleiben, gibt es auch keinen Schulbusverkehr. Darauf hat die Stadt Brühl hingewiesen. Und wenn Schülerinnen und Schüler die Mitteilung über den Unterrichtsausfall nicht mehr rechtzeitig bekommen, an den Schulen sind am Donnerstagmorgen Lehrer im Einsatz.

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