
Politiker gehen Schritt mit schwerem Herzen
Schülerinnen und Schüler im Rhein-Erft-Kreis verlieren eine Möglichkeit zur Begegnung mit Gleichaltrigen in Frankreich: Der Kreistag hat mit großer Mehrheit beschlossen, die Begegnungsstätte im bretonischen Guidel zu verkaufen. Hauptgrund für den Schritt sind den Politikern zufolge die Kosten: Eine Busfahrt nach Guidel dauert demnach rund 16 Stunden - das bedeutet, dass laut Gesetz mehrere Fahrer nötig sind. Und zusammen mit der allgemeinen Teuerung seien die Preise für Schulen und Eltern kaum noch zu stemmen. Jahrelang hatte der Rhein-Erft-Kreis versucht, die Liegenschaft zu erhalten - mit Pächtersuche, Sanierungsplänen und Werbung bei den Schulen, ohne dauerhaften Erfolg. Die Politiker wollen jetzt neue und bezahlbarere Formate für den deutsch-französischen Jugendaustausch entwickeln. Denn alle sind sich einig: das gelebte Miteinander dieser beiden Kernländer der Europäischen Union sei wichtiger denn je.