
Rhein-Erft: Kapazitäten für Flüchtlinge oft schon erschöpft
Fast täglich kommen neue Geflüchtete vor allem aus der Ukraine in den Rhein-Erft-Kreis. Das stellt viele Städte vor Herausforderungen, denn sie haben kaum noch Möglichkeiten, die Menschen unterzubringen.
Veröffentlicht: Freitag, 04.11.2022 07:17
Die Stadt Kerpen sagt, dass alle städtischen Unterkünfte bis zum Limit belegt sind. Mehrzweckhallen wurden und werden bereits genutzt, weitere Containeranlagen geplant. Auch in Frechen ist die Lage angespannt, pro Woche kommen etwa 14 Flüchtlinge. Zwei Turnhallen sind bereits belegt, weitere Unterbringungsmöglichkeiten werden gesucht. Noch gibt es aber freie Plätze. Ebenso in Hürth, hier ist noch Platz in Notunterkünften. Es müssen aber weitere Plätze geschaffen werden, so die Stadt. Turnhallen sind noch nicht belegt, bei der derzeitigen Entwicklung sei das aber nicht auszuschließen. Brühl hat Wohnungen mit rund 40 Plätzen neu angemietet und richtet sie gerade her. Eine weitere große Unterkunft ist in Planung und soll Platz für rund 120 Menschen haben. Bergheim errichtet zusätzliche Wohncontainer in Auenheim, sie sollen ab Anfang 2023 bis zu hundert Menschen Platz bieten. Wesseling will mobile Wohneinheiten in Keldenich und Urfeld schaffen. Und Pulheim hält noch das alte Hallenbad vor, das bei Bedarf sofort bis zu 70 Plätze bietet. Auch Erftstadt ist jetzt wieder verpflichtet, nach der Flutkatastrophe Flüchtlinge aufzunehmen. Aktuell werden Unterkünfte hergerichtet, unter anderem an der Radmacherstraße und in der ehemaligen Don-Bosco-Schule in Friesheim. Die Stadt Köln kündigt an, am Südstadion kurzfristig Container für fast 500 Menschen zu errichten.