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Rhein-Erft: Infektionsketten oft schwer nachvollziehbar
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Rhein-Erft: Infektionsketten oft schwer nachvollziehbar

Das Gesundheitsamt bei uns kann oft nicht mehr bestimmen, wo sich die Menschen mit dem Coronavirus infiziert haben. Laut Kreisverwaltung wird die Infektionsquelle nur in rund der Hälfte der Fälle gefunden. Das ist immerhin etwas mehr als in Köln, wo der Wert laut dem Kölner Gesundheitsamt bei 40 Prozent liegt.

Veröffentlicht: Donnerstag, 15.10.2020 05:16

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Außerdem gibt es in den einzelnen Städten im Rhein-Erft-Kreis Unterschiede. In Kerpen und Wesseling zum Beispiel gab es besondere Ausbruchsherde, bei denen man die Infektionsketten recht gut habe nachvollziehen können, heißt es vom Kreis. Dort habe die Aufklärungsquote dann bei über 60 Prozent gelegen. In welchen Situationen zur Zeit eine Ansteckung besonders oft passiert, lässt sich kaum sagen. Das zeigen die geringen Prozentsätze, die dem Kreis zuletzt vorlagen: Mit rund 17 Prozent stecken sich bei uns demnach die meisten Menschen in privaten Haushalten an, dann folgen die Bereiche Freizeit, Arbeitsplatz und private Feiern außer Haus, zum Beispiel Geburtstage oder Hochzeiten.

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Warnapp hilft nicht wirklich

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Zum Vergleich: In Köln meldet das dortige Gesundheitsamt diese Zahlen: 40 Prozent der Fälle stecken sich im Bereich der sozialen Kontakte an, 10 Prozent im Arbeitsumfeld und 10 Prozent seien auf Reisen oder andere Gründe zurückzuführen. Das Kölner Gesundheitsamt beklagt auch, dass die Corona-Warnapp offenbar wenig genutzt wird. Zudem sei die Bereitschaft gering, ehrlich Auskunft zu geben. Man frage schon genauer hinterher, aber die Leute seien nicht immer sehr zugewandt, es erreichten die Behörden oft nur halbe Wahrheiten, oder es werde ganz verschwiegen, wo man sich aufgehalten habe.

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