
Rhein-Erft: Impfpflicht beunruhigt Einrichtungen noch nicht
Ab Mitte März gilt eine Impfpflicht für spezielle Mitarbeiter, etwa in Krankenhäusern oder Pflegeeinrichtungen. Doch schon jetzt sind fast alle Betroffenen geimpft. Das ist das Ergebnis einer Radio-Erft-Umfrage.
Veröffentlicht: Dienstag, 08.02.2022 10:41
Im Sana-Krankenhaus in Hürth etwa sind fast alle Mitarbeiter geimpft. Im Brühler Marienhospital sind bereits 95 Prozent der Mitarbeitenden geimpft. Das Dreifaltigkeitskrankenhaus in Wesseling spricht von nahezu 100 Prozent. Die Caritas gibt für ihre Einrichtungen im Kreis von einer Impfquote der Pflegekräfte von 98 Prozent an. Bei den wenigen Nicht-geimpften ist der größte Teil auf dem Weg, bis zum Beginn der Impfpflicht vollständig immunisiert zu sein, heißt es aus vielen Einrichtungen. Kündigungen im Zusammenhang mit der kommenden Impfpflicht gab es offenbar noch nicht. Zum Stichpunkt nicht geimpfte oder genesene Mitarbeiter müssen dem Gesundheitsamt gemeldet werden. Das wiederum prüft dann jeden Einzelfall. Für das Gesundheitsamt des Kreises bedeutet diese neue Aufgabe ein weitere zusätzliche Belastung innerhalb der Pandemiebekämpfung, so dass davon auszugehen ist, dass die Anzahl der mutmaßlich zu bearbeitenden Fälle die aktuellen Personalkapazitäten übersteigt. Im Rhein-Erft-Kreis arbeiten allein mehrere tausend Beschäftigte in den sechs Akutkrankenhäusern, 45 vollstationären Pflegeeinrichtungen und über 100 ambulanten Pflegediensten - da sind die niedergelassene Arztpraxen und weitere Einrichtungen des Gesundheits- und Pflegewesens nicht berücksichtigt. Wenn man bei positiver Prognose eine Quote von 10 % Nichtgeimpften unterstellt, kommen da mehrere hundert Verfahren auf das Gesundheitsamt zu, die alle einzeln zu prüfen und zu bescheiden sind. Es hofft deshalb noch auf konkrete Vorgaben von Bund und Land.