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Rhein-Erft: IHK befürchtet Folgen für viele Firmen im Kreis
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Rhein-Erft: IHK befürchtet Folgen für viele Firmen im Kreis

Auch, wenn im Rhein-Erft-Kreis bisher nur vereinzelt Unternehmen direkt vom Ukraine-Krieg betroffen sind – die Industrie- und Handelskammer bei uns macht sich große Sorgen um die Wirtschaft.

Veröffentlicht: Freitag, 04.03.2022 09:50

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Denn wir sind demnach aktuell sehr stark auf russisches Gas angewiesen, weil der Übergang zu erneuerbaren Energien noch am Anfang steht. Es drohen laut IHK perspektivisch Engpässe und schon jetzt weitere Preissteigerungen.Das sei besonders für starke Industriestandorte wie den Rhein-Erft-Kreis sehr problematisch. Denn hier bei uns sind viele Unternehmen ansässig, die für ihre Produktion viel Energie benötigen und auf eine verlässliche Versorgung angewiesen sind. Deswegen fordert die IHK von der Politik, die Abschaltpläne für fossile Kraftwerke schnell und ergebnisoffen zu bewerten, um eventuell länger Energie von dort zu bekommen. Und Planungs- und Genehmigungsverfahren für alle Bauvorhaben im Bereich Energie müssten viel schneller gehen und nicht jahrelang dauern, heißt es. Wie zeitnah und massiv sich die Preise für Strom, Gas und Co. erhöhen, kann die IHK nicht konkret einschätzen. Zumal die Politik ja auch Entlastungen plane.

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Betroffene Firmen versuchen zu helfen

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Die Spedition Talke aus Hürth spürt die Folgen des Kriegess schon ganz konkret, genauso wie der Bayer-Konzern, der einen Standort im Chemiepark Knapsack hat. Bayer macht sich Sorgen um seine rund 700 Mitarbeiter in der Ukraine. Der Pharmakonzern hat nach eigenen Angaben schon Medikamente aus der eigenen Produktion in die Krisenregion geschafft und interne Hilfs-Plattformen eingerichtet. Auf der einen können Mitarbeiter spenden, auf der anderen privaten Wohnraum für Flüchtlinge anbieten. Talke hat am Standort in Polen ukrainische Fahrer beschäftigt, die jetzt zum Kriegsdienst müssen. Alle im Unternehmen seien bestürzt darüber und man versuche mit den Kollegen in Polen, wenigstens die Familien der Betroffenen in Sicherheit zu bringen. Aber gleichzeitig müsse man Fahrer finden, die ersatzweise einspringen und überlegen, welche Routen noch befahrbar seien. Welcher wirtschaftliche Schaden dem Unternehmen daraus entsteht, kann Talke noch nicht abschätzen.

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