
Rhein-Erft: Hohe Waldbrandgefahr im Kreis
Erste Waldbrände hat es bei uns bereits gegeben. Am Sonntagnachmittag standen in Frechen rund 50 Quadratmeter Waldfläche in Flammen. Das Feuer drohte auf ein Wohnhaus überzugreifen. Die Bewohner konnten das aber verhindern.
Veröffentlicht: Montag, 10.08.2020 13:51
Heiß und trocken – die Waldbrandgefahr im Rhein-Erft-Kreis und in Köln ist bei der aktuellen Wetterlage sehr hoch. Wegen der großen Hitze erinnert die Kreisfeuerwehr noch einmal ausdrücklich an das Rauch- und Grillverbot in allen Wäldern. Und auch auf Feld- und Wiesenwegen sollte wegen der großen Trockenheit nicht geraucht werden. Außerdem werden Autofahrer gebeten, keine Zigarettenkippen aus dem Auto zu werfen und ihre Autos nur auf befestigten Parkplätzen zu parken. Denn durch überhitzte Katalysatoren kann das Gras in Brand geraten. Die Stadt Köln geht noch einen Schritt weiter. Wegen der Brandgefahr dürfen auf Kölner Friedhöfen Grablichter aktuell nur in geschlossenen Laternen angezündet werden. An Baumgrabstätten sind brennende Grablichter komplett verboten.
Im Kreis gilt Warnstufe 4
Seit Freitag gilt im Kreis die zweithöchste Warnstufe. Für die Berechnung verwenden die Experten vom Deutschen Wetterdienst neben den Temperaturen und Regenmengen auch Daten zur Luftfeuchtigkeit und Windgeschwindigkeit. Die Forstbehörden in NRW haben die Bevölkerung aufgerufen, beim Aufenthalt in Wäldern besonders umsichtig zu sein. Bei der Gefahrenstufe sei auch noch nicht berücksichtigt, dass Millionen tote Fichten in den Wäldern stehen und liegen würden. Laut Experten ist Fahrlässigkeit von Wald-Besuchern die häufigste Ursache von Waldbränden.