
Rhein-Erft: Gedenken an Pogromnacht
Mit Schweigemärschen und Gedenkfeiern wird in vielen Städten im Kreis an die Pogrome von 1938 erinnert. Damals hatten Nationalsozialisten am 9. November jüdische Synagogen, Geschäfte und Häuser zerstört und jüdische Bewohner aus ihren Wohnungen vertrieben.
Veröffentlicht: Dienstag, 08.11.2022 15:58
Um daran zu erinnern, treffen sich in Hürth am Abend (18 Uhr) viele Bürger an der Kirche St. Katharina in Alt-Hürth. Sie ziehen dann durch die Stadt bis zum Platz an der alten Synagoge. Hier soll mit einer Kranzniederlegung und Kerzen an die Pogrome in Hürth und den Beginn der offenen Gewalt gegen Juden erinnert werden. In Kerpen findet das Gedenken am Mahnmal für die Opfer der Nationalsozialisten an der alten Landstraße statt. Und Wesseling erinnert mit einem „Gang des Gedenkens“ an die Pogromnacht vor 84 Jahren. Er startet (um 18 Uhr) in der in der griechisch-orthodoxen Kirche Hl. Konstantin und Helena, führt zur Gedenkstätte der ehemaligen Synagoge „Am Markt“ und endet auf dem jüdischen Friedhof an der Römerstraße.