
Rhein-Erft: Felder nach der Flut untersucht
Auch viele Felder, Wiesen und ganze landwirtschaftliche Betriebe sind im Juli von den Fluten überrollt worden. Weil auch zum Beispiel Öltanks überspült wurden, hat die Landwirtschaftskammer Nordrhein-Westfalen vor gut zwei Wochen rund 100 Proben genommen – 10 davon auf Getreidefeldern und Grünland im Rhein-Erft-Kreis.
Veröffentlicht: Mittwoch, 01.09.2021 07:43
Die Ergebnisse liegen jetzt vor, müssen aber noch ausgewertet werden, heißt es von der Kammer. Geprüft wurde, ob zum Beispiel im Getreide Rückstände von Schwermetallen oder Mineralöl zu finden sind. Mit einem Ergebnis der Auswertung wird Ende der Woche gerechnet. Im Kreis gibt es nach Schätzungen der Landwirtschaftskammer rund 30 Höfe, bei denen durch das Unwetter zum Beispiel Ställe oder Scheunen überflutet wurden – oder aber landwirtschaftliche Maschinen im Wasser kaputtgegangen sind, heißt es. Betroffen sind vor allem Höfe in Erftstadt und Kerpen. Geschätzt standen dort nach den Unwettern Flächen von insgesamt fast 3.000 Hektar unter Wasser. Vom LANUV wurden bereits Stichproben unter anderem auf Mineralölkohlenwasserstoffe, PCB und Schwermetalle hin untersucht. Laut dem Kreis wurden in einigen Stichproben erhöhte Schadstoffe nachgewiesen. Sie lägen aber nicht in Größenordnungen, bei denen von einer akuten Gefährdung ausgegangen werden müsse, so der Kreis.