
Rhein-Erft: Energiesparmaßnahmen der Städte
Es sind schwierige Zeiten, die wir gerade alle zusammen durchleben. Nach zwei Jahren Corona-Pandemie steigen die Kosten immer weiter. Das betrifft die Energiekosten in den kommenden Monaten. Das betrifft aber auch die Lebensmittelkosten. Wir fassen euch zusammen, welche Schritte die Städte bei uns im Kreis schon eingeleitet haben und was noch alles geplant ist, um Energie oder eben um am Ende Kosten zu senken.
Veröffentlicht: Donnerstag, 15.09.2022 03:54
Die Energiesparmaßnahmen unserer Städte im Kreis belaufen sich zusammengefasst auf drei wesentliche Punkte: Beleuchtung an Gebäuden, an Straßen und an Denkmälern. Die Wassertemperatur in Schwimmbädern wird gesenkt und in Sporthallen das Warmwasser teils ganz abgestellt. Außerdem werden in fast allen öffentlichen Gebäuden mit 19 Grad in den Räumlichkeiten geplant.
Beleuchtung
Pulheim setzt seit einiger Zeit schon auf LED-Lampen in Straßenlaternen. 2022 sind 200.000 Euro für die Umrüstung vorgesehen. Gerade werden in Geyen und Sinthern 700 Leuchtkörper getauscht. Auch Hürth, Bergheim und Elsdorf setzen auf LEDs und optimieren ihre Außenbeleuchtung. Bis Ende 2022 sollen in Elsdorf 90 Prozent aller Lampen getauscht und umgerüstet sein. Aber nicht überall bleibt es hell: Bergheim, Erftstadt und Brühl zum Beispiel werden Gebäude und Denkmäler nicht mehr angestrahlt. In Bergheim ist es sogar untersagt. In Erftstadt bleiben die Bodenstraheler in Ahrem aus, die Ortstafel in Blessem wird nicht mehr angestrahlt. Brühl prüft derzeit, ob die Beleuchtung der Schulen aus bleiben kann und in wiefern auch die Straßenbeleuchtung zurück gefahren werden kann.
Wassertemperaturen / kein Warmwasser
Jedes Grad weniger hilft. So wird’s gerade in den Schwimmbädern bei uns im Kreis gesehen und gehandhabt. Im Lehrschwimmbecken in Hürth-Fischenich zum Beispiel ist die Wassertemperatur begrenzt. Pulheim setzt auch auf zwei Grad weniger in den Schwimmbecken. Von der Stadt Elsdorf heißt es, dass schon im Sommer der Zusatzheizbetrieb in Schwimmbecken abgeschaltet wurde. Die Becken wurden und werden nur noch über die Solaranlage beheizt. Auch eine Maßnahme: in einigen Sporthallen wurde die Heizung abgeschaltet, die für die Aufbereitung des Warmwassers zuständig ist. Aus Erftstadt heißt es, dass somit zehn Prozent der angewendeten Heizenergie eingespart werden könnte. Auch in einigen Sanitäranlagen in städtischen Gebäuden wird auf Warmwasser verzichtet.
Für hygienische Probleme könnten allerdings die abgeschalteten Heizungen bzw. ungenutzten Warmwasser-Duschen werden. Kurzfristige Abschaltungen seien nämlich nicht wirtschaftlich, so die Stadt Erftstadt. Die Entleerung und die Befüllung von Wamwasserspeichern und die Kontrolle auf Legionellen seien sehr sehr aufwendig, aber nötig.
19 Grad-Regelung
Fast einheitlich ist die 19 Grad-Regelung, die für öffentliche Gebäude gefordert wird. Bergheim meldet, dass diese Temperatur in Räumen – in denen sitzend gearbeitet wird – nicht überschritten werden darf. Damit könne man fünf Prozent an Energie einsparen, heißt es aus Elsdorf.
Zudem melden uns fast alle Städte, dass Heizung überprüft, optimiert oder ausgetauscht würden oder es schon sind. Auch Photovoltaikanlagen sind immer wieder Thema. Auch werden städtische Mitarbeiter regelmäßig animiert und sensibilisiert, Energie zu sparen, Geräte bei Nicht-Benutzung aus- oder in den Stromsparmodus zu schalten.