
Rhein-Erft: DWD gibt Unwetterwarnung heraus
Werden heftige Unwetter mit Gewittern und Starkregen am Donnerstag auch den Rhein-Erft-Kreis treffen? Der Deutsche Wetterdienst hat jetzt eine Amtliche Unwetterwarnung für weite Teile des Rhein-Erft-Kreises herausgegeben (Stufe 3 von 4).
Veröffentlicht: Donnerstag, 19.05.2022 12:17
Konkret warnt der DWD vor orkanartigen Böen mit Geschwindigkeiten um 110 km/h sowie heftigen Starkregen mit Regenmengen zwischen 25 l/m² und 40 l/m² pro Stunde. Außerdem kann es Hagel mit Korngrößen um 2 cm geben.
In der Nacht soll das Gewitterrisiko vorübergehend wieder abnehmen.
Der Grund für die Gewitterlage ist eine warme und zunehmend sehr feuchte Luftmasse, die mit einer südwestlichen Strömung nach NRW geführt wird. Nach DWD-Angaben erreicht die Lage am Freitag mit dem Durchzug eines Gewittertiefs ihren Höhepunkt. Wie bereits am Vortag könnte es zu schweren Sturmböen, Hagel und heftigem Starkregen mit bis zu 40 Litern pro Quadratmetern kommen. Die Niederschlagswerte während der Flutkatastrophe 2021 seien aber deutlich höher gewesen, so ein Meteorologe. Damals habe es sich um einen "Dauerregen-Zustand gehandelt, der eine extrem große Fläche eingenommen hat."
Vorbereitungen laufen
Vorsichtshalber hat die Feuerwehr-Leitstelle im Rhein-Erft-Kreis mehr Personal für diesen Donnerstag und den morgigen Freitag in Rufbereitschaft versetzt, um schnell auf eine größere Anzahl von Notrufen reagieren zu können. Die Stadt Erftstadt hat erste Vorkehrungsmaßnahmen wegen des möglichen Unwetters getroffen. Vorsorglich werden alle städtischen Friedhöfe, Parkanlagen, Sport- und Spielplätze gesperrt, heißt es von der Stadt. Aufgrund der weiteren Unwetterwarnung ab Freitagmittag bleiben die Sperrungen auch am Freitag bestehen. Außerdem sollte die Außengastronomie Vorkehrungen gegen starker Windböen und Starkregen treffen, heißt es. Ob der Wochenmarkt in Liblar stattfinden kann, wird am Freitagmorgen kurzfristig anhand der Wetterlage entschieden. Alle Einsatzkräfte und Fahrzeuge der Feuerwehr sind einsatzbereit. Laut der Stadt findet eine kontinuierliche Beobachtung der Wetterlage und Pegelstände statt.
Auch die Stadt Köln bittet die Bevölkerung, am Donnerstagnachmittag Waldgebiete, Parkanlagen, Friedhöfe und Alleen zu meiden.