Anzeige
Rhein-Erft: Corona hat Wirtschaft laut IHK im Würgegriff
© Radio Erft
Teilen:

Rhein-Erft: Corona hat Wirtschaft laut IHK im Würgegriff

Die Wirtschaft an Rhein und Erft befindet sich wegen Corona in der Rezession. Zu diesem Ergebnis kommt die aktuelle Konjunkturumfrage der Industrie- und Handelskammer. Allerdings zeigt sich eine klare Zweiteilung bei den Unternehmen.

Veröffentlicht: Donnerstag, 28.01.2021 16:06

Anzeige

Einzelhandel und Gastronomie im Rhein-Erft-Kreis liegen quasi im Wachkoma – sie können nichts tun und müssen ums Überleben kämpfen. In der Befragung klagen rund ein Drittel der Betriebe im Einzelhandel über ihre schlechte Lage, im Hotel- und Gaststättengewerbe sind es sogar 96 Prozent. Dagegen kommen viele Unternehmen aus der Industrie, dem Großhandel und auch der Immobilienbranche relativ unbeschadet durch die Krise.

Anzeige

IHK befürchtet Domino-Effekt

Anzeige

Das kann sich nach Einschätzung der Industrie- und Handelskammer aber bald ändern, sie rechnet mit einem gewissen Domino-Effekt. Wenn Einzelhandel und Gastronomie wegbrechen, habe das auch Auswirkungen auf die anderen Wirtschaftszweige. Beispielsweise sinke dann die Nachfrage beim Großhandel, und das habe wiederum Folgen für die Produktion in der Industrie. Wie es mit den Betrieben im Einzelhandel und in der Gastrobranche weitergeht, hängt ganz stark davon ab, wie sich Pandemie-Lage entwickelt und die künftigen politischen Entscheidungen aussehen, wie etwa eine Verlängerung des Lockdowns. Sollte die Krise noch länger dauern, könnte das massive Folgen für die Unternehmen, aber auch für die Innenstädte haben. Denn viele sind laut IHK stark von Einzelhandel und Gastronomie geprägt. Damit es nicht zu einer Pleitewelle kommt, wird die Kölner Industrie- und Handelskammer ihre Insolvenzberatung intensivieren. 

Anzeige

Aktuelle Einschätzung noch schlechter?

Anzeige

Die Befragungen haben zwischen Ende November und Anfang Januar stattgefunden. Die IHK geht davon aus, dass die Erwartungen noch pessimistischer wären, wenn die Unternehmen heute antworten würden. Denn die Verzögerungen bei den Impfungen und die Virus-Mutationen hätten die Situation weiter verschärft. An der Befragung der IHK haben sich rund 120 Unternehmen aus dem Rhein-Erft-Kreis beteiligt. Im gesamten Kammerbezirk waren es gut 700 Unternehmen aus allen Branchen.

Anzeige
Anzeige
Anzeige