
Rhein-Erft: Betriebsärzte legen frühestens Dienstag los
Die am Montag startende Impfkampagne in den Betrieben an Rhein und Erft wird nur schleppend anlaufen. Denn die ersten Impfstoffdosen treffen erst Montag im Laufe des Tages ein. Viele große Unternehmen werden daher frühestens Dienstag einige Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen impfen.
Veröffentlicht: Montag, 07.06.2021 04:13
Grundsätzlich sei aber alles vorbereitet, heißt es beispielsweise von RWE, Evonik, LyondellBasell, Shell und dem Chemiepark in Hürth-Knapsack. Räumlichkeiten, Kühlschränke, Schutzkleidung, Spritzen – seit Wochen bereiten sich die Unternehmen darauf vor, ihre Betriebsärzte in die Corona-Impfungen zu schicken – aber bis zuletzt bleibt auch hier die Menge des gelieferten Impfstoffs bis kurz vor knapp unklar. Und sie fällt wohl nicht gerade üppig aus. Evonik zum Beispiel hat am Standort in Wesseling über 1.000 Beschäftigte und erwartet für diese Woche rund 200 Dosen Impfstoff.
Daher hat der Konzern eine interne Priorisierung erstellt. Zuerst werden die Betriebsärzte von Evonik Personal mit Vorerkrankungen impfen und diejenigen, die in der werksinternen, kritischen Infrastruktur oder im Schichtdienst arbeiten. Und auch LyondellBasell in Wesseling startet mit den intern systemrelevanten Leuten und geht dann zu den Tagschichten über. Innerhalb dieser Gruppen sollen die Älteren zuerst dran kommen. Der Raffineriekonzern Shell priorisiert dagegen nicht, hat aber alle Beschäftigten gebeten, denen Vorrang zu lassen, die direkt vor Ort im Werk arbeiten. Im Chemiepark Knapsack gibt es diesen Appell nicht, dort können sich theoretisch alle sofort einen Impftermin machen. und auch andere Unternehmen wollen ähnlich vorgehen. Alle Betriebe erhalten im Moment den Impfstoff von Biontech. Sobald mehr Impfstoff verfügbar ist, wollen auch die Betriebsärzte ihre Kapazitäten steigern.