
Rhein-Erft: Arbeitsmarkt 2021 trotz Pandemie stabil
Der Arbeitsmarkt im Rhein-Erft-Kreis hat sich im vergangenen Jahr leicht erholt – trotz Pandemie und Flutkatastrophe. Seit dem Frühsommer haben die Unternehmen nach Angaben der Agentur für Arbeit in Brühl wieder mehr Arbeitskräfte nachgefragt.
Veröffentlicht: Montag, 17.01.2022 15:02
Gleichzeitig hat sich die Möglichkeit zur Kurzarbeit bewährt, sagt Rainer Imkamp. Er ist Geschäftsführer der Agentur für Arbeit in Brühl. Nach seinen Angaben haben im vergangenen Jahr über 1.000 Unternehmen für rund 12.000 Beschäftigte Kurzarbeit angezeigt, und damit viele Kündigungen verhindert. Zum Vergleich: vor der Pandemie waren es 9 Betriebe und knapp 100 Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen. Außerdem hat es für die Agentur für Arbeit eine weitere gute Nachricht gegeben: Laut Rainer Imkamp ist die Zahl der sozialversicherungspflichtigen Beschäftigten im Rhein-Erft-Kreis trotz Pandemie weiter gestiegen und hat im Juni einen neuen Rekord erreicht. Aber nicht alle Branchen kommen vergleichsweise gut durch die Krise: weniger gut läuft es für die Gastronomie, die Hotellerie und den Event-Bereich. Hier leiden die Betriebe immer noch massiv unter den Folgen der Pandemie.
Auch 2022 keinen Einbruch auf dem Arbeitsmarkt
Die Agentur für Arbeit in Brühl blickt verhalten optimistisch in das neue Jahr. Der Leiter der Agentur, Rainer Imkamp, geht davon aus, dass es trotz Pandemie keinen Einbruch auf dem Arbeitsmarkt geben wird. Dabei spielt aus seiner Sicht auch die Verlängerung der Kurzarbeiter-Regelung bis Ende März eine wichtige Rolle. Nach seiner Einschätzung wird sich aber der Fachkräftemangel noch weiter verschärfen, deshalb sei es wichtig, dass Betriebe wieder ausbilden. Denn für ihn steht fest: der Azubi von heute ist die Fachkraft von morgen. Weitere Herausforderungen jetzt und in Zukunft sind laut Imkamp der geplante Ausstieg aus den fossilen Brennstoffen, wie Braunkohle, und die zunehmende Digitalisierung. Die Agentur für Arbeit setzt deshalb verstärkt auf Weiterbildung.