Rhein-Erft: Alle Lärmschutzwände im Kreis überprüft

Von den Lärmschutzwänden im Rhein-Erft-Kreis geht keine Gefahr aus. Das hat der Kreis jetzt mitgeteilt. Alle diese Bauwerke sind nach dem tödlichen Unfall auf der A3 bei Köln-Dellbrück durch eine nicht richtig befestigte Lärmschutzwand jetzt überprüft worden, heißt es.

© Rhein-Erft-Kreis

Untersucht wurden die Lärmschutzwände von den Prüfern des Fachamtes vor allem auf mögliche Schwachstellen und Konstruktionsfehler, heißt es von Landrat Frank Rock. Das Ergebnis: die Standsicherheit der Bauwerke ist gewährleistet. Laut Kreis gibt es außerdem bei uns keine baugleichen Konstruktionen wie auf der A3. Dort hatte sich vor etwa zwei Wochen, am 13. November eine tonnenschwere Lärmschutzwand aus einer fehlerhaften Verankerung gelöst und eine vorbeifahrende Autofahrerin in ihrem Wagen erschlagen.

Mängel waren seit 2008 bekannt

Inzwischen hat der Landesbetrieb Straßen.NRW eingeräumt, dass der Mangel an einer herabgestürzten Betonwand an der A3 seit 2008 bekannt war, will die SPD Aufklärung im Landtag. Im Verkehrsausschuss am 9. Dezember soll die Landesregierung erklären, warum die falsche Befestigung nicht damals schon ausgetauscht wurde. Die SPD-Fraktion verweist in ihrem Antrag für einen schriftlichen und mündlichen Bericht auf die letzten Ausführungen von Verkehrsminister Hendrik Wüst im Ausschuss. Da hatte er noch berichtet, dass die fehlerhafte Konstruktion von außen nicht sichtbar gewesen sei und daher wohl auch bei der nächsten Kontrolle nicht aufgefallen wäre. Die Opposition will diesen Widerspruch erklärt bekommen. Zudem soll das Ministerium erklären, wer nach 2008 mit wem geredet hat - oder auch nicht, so dass die Mängel nicht beseitigt wurden.

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