
Bei uns im Kreis passen die Beamte zum Beispiel auf, dass das evakuierte Marienhospital in Erftstadt nicht geplündert wird, und dass niemand in die leeren Häuser nach Blessem vordringt. Die Polizei in den Kreisen Rhein-Sieg und Euskirchen stellt außerdem vermehrt "Schrotthändler" fest, die glauben, dass am Straßenrand stehende Möbel Müll sind und mitgenommen werden dürfen. Die Polizei weist aber darauf hin, dass die Hochwasseropfer oft ihre Sachen, die sie noch behalten wollen, nur am Straßenrand trocknen oder sauber machen. Das Einsammeln dieser, zum Teil sehr persönlichen Gegenstände durch Fremde werde in jedem Fall strafrechtlich verfolgt. Und auch im Internet werden Hochwasser-Geschädigte inzwischen von Betrügern abgezockt. So werden zum Beispiel Bautrockner oder Notstromaggregate angeboten, aber nach Bezahlung nicht geliefert. Der Polizei im Rhein-Erft-Kreis liegt dazu schon eine Anzeige vor, wonach eine Person aus Kerpen bei Ebay um ihr Geld gebracht wurde. Laut einer Sprecherin könnte die Zahl der Fälle bei uns noch steigen – die Leute, die Opfer von solche Betrügern geworden seien, hätten im Moment vermutlich anderes zu tun als sofort zur Polizei zu gehen.