
Rhein-Erft: 500 Menschen und 500 Tiere bei Flut gerettet
Der Kreisbrandmeister hat eine erste Zwischenbilanz der Flutkatastrophe im Rhein-Erft-Kreis gezogen. Im Zusammenhang mit dem Hochwasser sind bei uns knapp 3.300 Einsätze bearbeitet worden, die Hälfte davon alleine in Erftstadt.
Veröffentlicht: Donnerstag, 02.09.2021 10:24
Darüber hinaus gab es noch größere Einsätze in Wesseling, wo die Evakuierung des Krankenhauses drohte und das übergelaufene Abwasserbecken des Chemieparks in Hürth. Außerdem noch die freigespülten und beschädigten Gas- und Kerosinpipelines in Hürth und Erftstadt. Zu Spitzenzeiten waren fast 1.200 Einsatzkräfte unterwegs, die mehr als 500 Personen gerettet und fast 500 Tiere in Sicherheit gebracht haben. Auch in der Leitstelle herrschte Hochbetrieb, denn es mussten allein in den ersten 48 Stunden mehr als 8.000 Notrufe verarbeitet werden – im Normalfall gibt es 350 Notrufe in 24 Stunden. Der Kreisbrandmeister dankt allen Einsatzkräften für ihren unermüdlichen Einsatz, sagte aber auch, dass die Aufarbeitung noch weitergeht. Die teils heftige Kritik gehe nicht spurlos an ihnen vorbei und solle offen und fair sein, damit der Katastrophenschutz weiter verbessert werden kann.