Resolution hat Erfolg

Mehr Prüfungen und Sanktionen und vor allem Kontrollen ohne Ankündigung – damit sollen künftig Übergriffe in Werkstätten für behinderte Menschen verhindert werden.

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Das hat NRW-Sozialminister Laumann angekündigt. Hintergrund sind unter anderem Vorfälle in den REHA-Betrieben Erftland. Dort soll ein Gruppenleiter in einer Werkstatt in Brühl eine behinderte Frau sexuell missbraucht haben. In einer Einrichtung des Trägers in Bergheim sollen Menschen misshandelt worden sein. Nach den Vorfällen hatten alle Fraktionen des Kreistages gemeinsam in einer Resolution mehr Aufsicht für die Werkstätten mit behinderten Menschen gefordert. Laut CDU-Fraktionschef Willi Zylajew habe es außerdem vertrauliche Gespräche mit über 40 Eltern über massive Betreuungsdefizite bei ihren Kindern in den Werkstätten gegeben. Er wertet die Entscheidung des Sozialministers für mehr Prüfrechte als einen „ersten Teilerfolg um dem bösen Tun ein Ende zu bereiten“. Nach Bekanntwerden der Fälle vor gut einem Jahr hatte die Geschäftsführung der REHA-Betriebe alle drei Beschuldigten entlassen und mehr Personal eingestellt. Die Ermittlungen bei der Staatsanwaltschaft Köln laufen noch. 

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