
Region: Corona hat nicht zu mehr Hartz-IV-Empfängern geführt
Die Angst vor dem finanziellen Ruin hat beim Jobcenter Rhein-Erft im Frühjahr mit dem ersten Corona-Lockdown zu einer Flut an Hartz-IV-Anträgen geführt. Allerdings gab esEnde 2020 nicht mehr Hartz-IV-Empfänger als im Jahr davor.
Veröffentlicht: Donnerstag, 04.02.2021 15:21
Nach Angaben der Jobcenters ist dies auf staatliche Hilfen wie das Kurzarbeitergeld zurückzuführen. Mit dem ersten Lockdown haben sich viele Menschen über die Grundsicherung informiert und auch Erstanträge gestellt, vor allem Selbstständige. Schon ab Mai etwa war die Zahl der wöchentlichen Anträge auf Grundsicherung bereits wieder auf einem ähnlichen Stand wie im Jahr davor. Da habe sich nach Ansicht des Jobcenters die erste Unsicherheit gelegt und es gab Klarheit über staatliche Hilfen, sodass Anträge erst gar nicht bewilligt wurden. Viele haben die Grundsicherung auch schon nach wenigen Monaten wieder verlassen, als sich auch die Lage am Arbeitsmarkt wieder leicht verbessert hat. So stieg die Zahl der Bedarfsgemeinschaften von Januar bis Juni um fast 550 an. Im Herbst lag die Anzahl mit rund 16.000 wieder auf dem vor-Corona-Niveau.