
Bei dieser Art von Test werden Abstriche der ganzen Klasse gesammelt und anschließend zusammen in einem „Pool“ ausgewertet. Hierfür wird im Labor der deutlich genauere PCR-Test durchgeführt.
Fällt der Pooltest positiv aus, müssen sich alle Schüler noch einmal einzeln einem PCR-Test unterzeihen. Bis zum Ergebnis dieser Einzeltests bleiben alle Schülerinnen und Schüler in Quarantäne. Nach Pilotprojekten im vergangenen Schuljahr, sollte diese Testmethode eigentlich Erleichterung für die Schüler und Schulen bringen. Jetzt häufen sich aber die Probleme, bei positiv getesteten Pools. Denn auch bei einem negativen Einzeltest muss durch das Gesundheitsamt bestätigt werden, dass es keinen Kontakt zur infizierten Person gegeben hat.
Hier liegt das Problem: Denn wenn sich Gruppen beispielsweise in der Ganztagsbetreuung oder beim Sport mischen, kann ein Kontakt nicht ausgeschlossen werden. Außerdem kann es passieren, dass sich bei den Einzeltestungen kein Test als positiv erweist.
Die Quarantäne bleibt in diesem Fall für Alle bestehen, bis ein zweiter Einzeltest in einem Testzentrum oder beim Arzt für Alle negativ ausfällt. Erst dann kann die Klasse aus der Quarantäne entlassen werden. Solange können Wartezeiten bis zu einer Woche entstehen, in der die ganze Klassen in häuslicher Quarantäne müssen. Ein anderes Problem tritt auf, wenn einer der Einzeltests fehlt. In den ersten Wochen des neuen Schuljahres gab es bereits mehrere Klassen, die mehrere Tage nicht zur Schule gehen konnten.
Die Stadt Köln will erneut eine Vorreiterrolle übernehmen und diskutiert jetzt darüber, nur noch positiv Getestete in Quarantäne schicken. Mögliche Erstkontakte können sich durch tägliche negative PCR-Tests von der Quarantäne befreien. Die Stadt betont dabei, dass die Krankheitsverläufe bei Kindern meist weniger schwer sind.