
Denn der alten Dame war bei dem Überfall vor über fünf Jahren der Mund mit Klebeband zugeklebt worden – sie erstickte qualvoll, sagt die Kölner Staatsanwaltschaft. Der Angeklagte soll im Sommer 2014 gemeinsam mit bisher unbekannten Mittätern in das Haus der fast 80-Jährigen in Brauweiler eingedrungen sein. Sie wurde später in ihrem Schlafzimmer tot ans Bett gefesselt gefunden.
Mehr als fünf Jahre dauerten die Ermittlungen
Lange blieb die Suche nach dem oder den Tätern ohne Erfolg. Denn die Einbruchsspuren an dem Brauweiler Haus waren wohl nachträglich, zur Vertuschung gelegt worden, so die Ermittlungen. Mehrere hundert Speichelproben aus dem Umfeld der Frau wurden ausgewertet und es gab ein Fahndungsplakat – ebenfalls ohne Erfolg. Auch die Suche über die Fernsehsendung „Aktenzeichen XY“ blieb ohne heißte Spur. Nach Medienberichten geriet der jetzt Angeklagte wohl eher zufällig ins Visier der Polizei – bei einer allgemeinen Verkehrskontrolle. Es soll sich um den Stief-Enkel des Opfers handeln. Seine DNA soll mit Spuren am Tatort übereinstimmen. Laut Kölner Staatsanwaltschaft muss er sich wegen Mordes zur Vertuschung einer anderen Straftat verantworten. Ein Urteil wird erst im kommenden Jahr erwartet.