Prozess gegen Klimaktivisten geht weiter

Gegen fünf Klimaaktivisten wird ab Mittwoch wieder vor dem Amtsgericht in Eschweiler verhandelt. Sie sollen vor zwei Jahren das Braunkohlekraftwerk Weisweiler blockiert haben

© Radio Erft

Zum Auftakt des Prozesses Ende Oktober hatten sie ihre Aktion als Notwehr bezeichnet. Denn Menschen würden durch den Klimawandel sterben und ihre Blockade sei ein geeignetes Mittel gewesen, den Klimawandel vorübergehend zu bremsen, so die Braunkohlegegner. Den Angeklagten drohen Strafen unter anderem wegen Hausfriedensbruch und Störung öffentlicher Betriebe. Die Gruppe hatte parallel zur Weltklimakonferenz in Bonn das Kraftwerk über Stunden vom Kohlenachschub abgeschnitten. RWE musste deshalb drei Kraftwerksblöcke vorübergehend vom Netz nehmen. Der Strom, der in dieser Zeit produziert werden sollte, war bereits verkauft, so der Energieversorger. Der Konzern fordert deshalb in einem anderen Verfahren von insgesamt sechs Aktivisten rund zwei Millionen Euro Schadenersatz.

Weitere Meldungen