Anzeige
Politiker mit Intimbildern erpresst - Sozialstunden
© Radio Erft
Teilen:

Politiker mit Intimbildern erpresst - Sozialstunden

Sie haben einen Kölner Ratspolitiker erpresst. Deshalb hat ein Jugendschöffengericht am Amtsgericht in Köln zwei junge Männer und eine Frau wegen gemeinschaftlicher Erpressung zu Sozialstunden verurteilt.

Veröffentlicht: Dienstag, 11.02.2020 08:13

Anzeige

Die drei Täter sind zwischen 21 und 22 Jahren alt und müssen 120 bzw. 100 und 50 Sozialstunden leisten. Das Gericht sah es als er wiesen an, dass die Angeklagten den CDU-Lokalpolitiker mit von ihm verschickten Intimbildern erpresst hatten. Das Gericht hat deshalb nach eingen Angaben sogar kurz eine Haftstrafe in Erwägung gezogen, so die Richterin bei der Urteilsbegründung. Letztlich habe man alle drei Angeklagten nach Jugendrecht verurteilt und berücksichtigt, dass sie bislang nicht oder nur sehr wenig mit dem Gesetz in Konflikt geraten seien. Zu gute ist ihnen auch ihr Geständnis gekommen.


Anzeige

Prozessbeginn mit Hindernissen

Anzeige

Der Prozess konnte erst am Dienstagmittag starten. Der Grund: ein Schöffe hatte sich für befangen erklärt. Er habe mit dem Lokalpolitiker, der auch Nebenkläger ist, 25 Jahre lang gemeinsam Politik gemacht und kenne ihn gut. Deshalb könne er nicht als unbefangener Schöffe beim Prozess dabei sein. Der befangene Schöffe ist ein ehemaliger hochrangiger CDU-Mann in Köln und Landtagsabgeordneter gewesen. Der Prozess gegen die drei mutmasslichen Erpresser hat mit neuen Schöffen am Mittag begonnen. In dem pikanten Fall ist es um einen Lokalpolitiker der CDU gegangen, der selbst die intimen Fotos verschickt haben soll und danach damit erpresst wurde. Der Hauptangeklagte und der Politiker kannten sich laut Anklage aus dem Fußballverein. Weil der damals 19-Jährige seine Schulden bei dem deutlich älteren Politiker nicht bezahlen konnte, soll der CDU Mann gesagt haben, du kannst auch mit Intimbildern von dir bezahlen. Die Jugendlichen schickten ein Fakebild und forderten den Kölner Politiker auf seinerseits etwas zu schicken. Der Mann sandte zwei Penisbilder von sich und wurde daraufhin von den zwei Jungen Männern und einer Frau erpresst. Sie wollten von ihm 1.000 Euro.

Anzeige
Anzeige
Anzeige