NRW-Ministerpräsident Laschet: Diese neuen Maßnahmen gelten ab dem 14. Dezember

Der "Lockdown light" hat nicht das bewirkt, was sich Bund und Länder erhofft haben. Nun gelten schon vor Weihnachten verschärfte Maßnahmen - auch in NRW. Das hat Armin Laschet verkündet.

© Land NRW

Die Zahl der Neuinfektionen steigt seit einigen Tagen wieder an. Hinzu komme exorbitant hohe Todeszahlen, die Deutschland bis vor wenigen Wochen so nicht erwartet hatte. Der seit 2. November gültige "Lockdown light" hat seine Ziele weitestgehend verfehlt. Deshalb hat Nordrhein-Westfalens Ministerpräsident Armin Laschet neue Regelungen verkündet, die das Coronavirus Sars-Cov-2 über Weihnachten und zum Jahreswechsel eindämmen sollen.

Das sind die neuen Maßnahmen

  • Wegen der steigenden Corona-Infektionszahlen müssen Schüler in Nordrhein-Westfalen vor Weihnachten nicht mehr am Präsenzunterricht im Klassenraum teilnehmen. Schüler der unteren Stufen können und sollen von diesem Montag an von zu Hause aus am Unterricht teilnehmen, sagte Ministerpräsident Armin Laschet (CDU) am Freitag. Ältere Schüler ab Klasse acht würden grundsätzlich auf Distanz unterrichtet. Die Weihnachtsferien will NRW im Januar um weitere zwei Tage verlängern. Der Unterricht würde dann erst am 11. Januar wieder beginnen
  • Im Einzelhandel verlangte Laschet, Geschäfte „schnellstmöglich“ bis zum 10. Januar zu schließen. Ausgenommen werden sollten Geschäfte mit Waren für den täglichen Bedarf. Zugleich betonte er: „Wir brauchen eine gesamtdeutsche Antwort.“ Nach dem Willen der NRW-Regierung soll es „schnellstmöglich“ eine Konferenz der Ministerpräsidenten geben, in der ein möglichst zügiger bundesweiter Lockdown vereinbart werde.
  • Auch Partys an Silvester will Laschet nicht zulassen. Die aktuell geltenden Beschränkungen, dass sich nur fünf Personen aus zwei Haushalten treffen dürfen, müssten an Silvester wieder gelten, sagte der Ministerpräsident. „An Silvester darf es auf öffentlichen Plätzen keine Versammlungen geben“, sagte er.

Es ist davon auszugehen, dass sich Bund und Länder am Wochenende des dritten Advents auf einen harten Lockdown für ganz Deutschland einig sein werden. Die neu verkündeten NRW-Regelungen seien davon ab zu betrachten.

Autor: Joachim Schultheis (mit dpa)

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