Nach Anschlag: Hunderte bei Mahnwache am Dom

Mehrere Hundert Menschen haben am Donnerstagabend in Köln ein Zeichen gegen Judenhass gesetzt. Sie waren dem Aufruf der deutsch-israelischen Gesellschaft (DIG) und vieler anderer Organisationen in Köln zu einer Mahnwache am Dom gefolgt.

Auch um den Opfern des Anschlags in Halle zu gedenken. Kölns Oberbürgermeisterin Reker sagte, sie schäme sich dafür, dass rechtsextreme und antisemitische Anschläge wie in Halle bei uns möglich seien. Der stellvertretende Vorsitzende der deutsch-israelischen Gesellschaft, Helge David Gilberg, sagte, der Anschlag zeige, dass es in Deutschland dunkel wird. Solidarität, wie bei der Mahnwache, sei für die Juden, aber auch für alle Demokraten wichtig. Wir müssten jetzt aufstehen, denn der Antisemitismus sei nicht erst seit gestern da, sondern immer latent vorhanden. Beim Anschlag in Halle hatte ein mutmaßlich rechtsextremer Täter zwei Menschen getötet. Die Ermittler gehen davon aus, dass er Mann auch versucht hatte in eine Synagoge einzudringen um dort Menschen aus Judenhass zu töten.

Weitere Meldungen