
Mehr Wald nach dem Kohle-Aus?
Hitze und wenig Wasser, und dazu noch der Braunkohletagebau - die Bäume im Hambacher Forst und in der Steinheide leiden unter massivem Trockenstress nach den letzten beiden Sommern. Der Zivilgesellschaftliche Koordinierungskreis Strukturwandel will die Situation verbessern.
Veröffentlicht: Dienstag, 22.10.2019 15:02
Um dieses Ziel zu erreichen, schlägt eine Arbeitsgruppe des Koordinierungskreises unter anderem vor, die vorhandenen Wälder besser zu vernetzen, und zwar vom Merzenicher Erbwald über den Hambacher Forst über die Steinheide bis zur Erftaue. Außerdem will die Arbeitsgruppe auf Flächen ohne Wald Tests durchführen, welche Bäume mit dem Klimawandel am besten klarkommen. Geld für diese Forschung soll aus Fördermitteln im Rahmen des Strukturwandels im Rheinischen Revier kommen. Die Arbeitsgruppe hat auch spezielle Forderungen für den Hambacher Forst: sie will unter anderem das Abbaggern in Richtung Forst sofort stoppen, die Bäume bei Dürre bewässern und die befestigten Wege und Straßen entfernen. Hinter dem Zivilgesellschaftlichen Koordinierungskreis Strukturwandel stecken rund 20 Organisationen, unter anderem Braunkohle-Gegner wie die Initiative Buirer für Buir, der BUND und Greenpeace sowie Vertreter der evangelischen und katholischen Kirche.