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Köln/Rhein-Erft: Grüne kritisieren häufige Pannen bei Shell
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Köln/Rhein-Erft: Grüne kritisieren häufige Pannen bei Shell

Die Grünen im Kreistag haben den Raffineriekonzern Shell wegen der vielen Lecks in den Werken Godorf und Wesseling kritisiert: Seit Jahren setze sich Shell hohe Ziele bei den Umweltstandards, aber trotzdem komme es immer wieder zum Austritt chemischer Produkte, sagte Fraktionschef Gillet.

Veröffentlicht: Donnerstag, 23.07.2020 04:06

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Er frage sich, ob Shell nicht willens oder nicht in der Lage sei, hohe Umweltstandards einzuhalten. Die Bußgelder für Unternehmen seien wohl nicht hoch genug. Shell hatte gestern bekannt gegeben, dass im Werk Godorf im April bis zu 450.000 Liter Öl aus einer undichten Leitung ins Erdreich und ins Grundwasser gesickert sind. Der Konzern will das Öl jetzt mit zusätzlichen Pumpen vom Grundwasser trennen und aus dem Boden holen. Laut Shell werden zwei weitere Sanierungsbrunnen mit entsprechenden Pumpen installiert – zwei solcher Brunnen sind bereits im Einsatz. Außerdem muss die verunreinigte Fläche mit Grundwassermessstellen alle zwei Wochen auf Schadstoffe untersucht werden.

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Shell macht immer wieder Negativ-Schlagzeilen

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Nach einer Serie von Chemie-Unfällen bei der Shell Rheinland Raffinerie zwischen 2012 und 2014 waren Gutachter im Jahr 2015 davon ausgegangen, dass es solche Vorfälle in der Größenordnung nicht mehr geben werde. Experten, die damals vom nordrhein-westfälischen Umweltministerium beauftragt waren, hatten Shell erhebliche Anstrengungen bescheinigt. Die gravierendsten Folgen hatte 2012 ein Pipeline-Leck in Wesseling: Damals war über vier Wochen mehr als eine Million Liter Kerosin unbemerkt ins Erdreich gesickert.

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