
Laut Sparkasse haben die Kunden in den ersten Wochen der Pandemie deutlich mehr Bargeld nachgefragt, auch größere Beträge. Im Laufe der Pandemie hat sich dann der Trend zum Online-Banking und zum kontaktlosen Zahlen massiv verstärkt. Mittlerweile nutzen zwei Drittel der Kreissparkassen-Kunden ein digitales Konto, und die Zahl der bargeldlosen Zahlungen hat sich innerhalb eines Jahres um über 120 Prozent auf 22 Millionen Transaktionen erhöht. Trotz dieser Entwicklung gibt es bei der Kreissparkasse nach eigenen Angaben aber keine Pläne, weitere Filialen zu schließen. Und noch eine gute Nachricht für die Kunden: in diesem Jahr stehen auch keine weiteren Gebührenerhöhungen an.
Viel zu tun in der Corona-Pandemie
Die Corona-Pandemie hat der Kreissparkasse Köln im vergangenen Geschäftsjahr viel Arbeit beschert. Schon kurz nach Beginn der Pandemie hat das Geldinstitut die ersten KfW-Corona-Hilfen für Selbständige, Freiberufler und Unternehmen ausgezahlt. Bis Anfang Juli waren es rund 38 Millionen Euro. Privatkunden konnten schon zwei Tage nach dem ersten bundesweiten Lockdown bei der Kreissparkasse Köln ihre Zins- und Tilgungsleistungen aussetzen, wenn sie aufgrund von Corona Einnahmeausfälle hatten. Nach Angaben der Sparkasse haben 1.600 Kunden dieses Angebot in den ersten Monaten genutzt.
Positive Bilanz in der Ausnahmesituation
Die Corona-Pandemie hat die Kreissparkasse nach eigenen Angaben vor große Herausforderungen gestellt. Angesichts der Ausnahmesituation ist der Vorstandsvorsitzende Alexander Wüerst mit dem Geschäftsergebnis zufrieden. Vor allem beim Geschäft mit den Krediten und den Einlagen der Kunden hat die Kreissparkasse nach seinen Angaben deutlich zugelegt. Bei den Privatkunden waren vor allem Immobilienkredite gefragt, die klassische Konsumentenkredite dagegen deutlich weniger. Für die Kreissparkasse ist das keine Überraschung: bei Kurzarbeit und geschlossenen Geschäften sei die Kauflaune der Kunden nicht besonders groß.Wegen der niedrigen Zinsen konnte die Kreissparkasse auch bei den Privatkunden einen Trend zu Wertpapieren feststellen, vor allem zum Fondssparen. Bei der Zahl der abgeschlossenen Fonds-Sparpläne gibt es ein Plus von 43 Prozent. Allerdings liegt der größte Teil der Kundenvermögen weiter zinslos auf den Giro- und Tagesgeldkonten. Unter dem Strich hat die Kreissparkasse aber weniger Gewinn gemacht: der Gewinn vor Steuern liegt bei 99 Millionen Euro, das sind acht Millionen Euro weniger als vor einem Jahr.