Kölner Rizin-Bombenbauer muss 10 Jahre in Haft

Im Prozess um einen geplanten Terroranschlag mit dem Biokampfstoff Rizin muss der Angeklagte für zehn Jahre ins Gefängnis. Der Staatsschutzsenat in Düsseldorf hat den Tunesier Sief H. wegen der Vorbereitung einer schweren staatsgefährdenden Gewalttat am Donnerstagnachmittag zu einer entsprechenden Freiheitsstrafe verurteilt.

© Radio Erft

Die Verteidigung hatte ein milderes Urteil von acht Jahren gefordert. Das Urteil gegen seine Ehefrau wird erst zu einem späteren Zeitpunkt gefällt. Mit dem Urteil entspricht der Staatsschutzsenat in Düsseldorf im Wesentlichen der Forderung der Bundesanwaltschaft. Die Richter sehen es als erwiesen an, dass der zuletzt in Köln-Chorweiler lebende Tunesier zusammen mit seiner zum Islam konvertierten deutschen Ehefrau Yasmin H. einen islamistischen Anschlag vorbereitet hat. Es sei darum gegangen möglichst viele Ungläubige in Deutschland zu töten, so Bundesanwältin Bauer in ihrem Plädoyer. Der Prozess gegen die Frau wird noch weitergehen. Möglicherweise sogar noch einige Monate, so der Richter heute.

Weitere Meldungen