Kölner Dombau-Verein hofft auf Eintritt unter zehn Euro
Veröffentlicht: Montag, 09.03.2026 11:57
Ab Juli sollen Touristen zahlen, wenn sie in den Kölner Dom wollen. Wie viel ist angemessen? Die einstige Dombaumeisterin hat Zahlen gehört - und sieht diese kritisch.

Sorge um Dom-Liebhaber und Großspenden
Die Präsidentin des Zentral-Dombau-Vereins, Barbara Schock-Werner, warnt vor zu hohen Eintrittspreisen für den Kölner Dom. Sie hoffe sehr, dass es ein Betrag unter zehn Euro werde, sagte sie dem Kölner Stadt-Anzeiger. Allerdings habe sie gehört, dass es Beträge um die 12 bis 15 Euro sein sollen. Die 78-Jährige, die auch früher Kölner Dombaumeisterin war sagt, es gebe nicht nur Gottesdienstbesucher und Touristen, sondern auch einfach Liebhaber des Doms. Und die würden durch ein Eintrittsgeld abgeschreckt.
Das Kölner Domkapitel hatte angekündigt, dass der Besuch des Kölner Doms ab Juli Geld kosten soll – wie viel stehe noch nicht fest. Mit dem Eintritt sollen die gestiegenen Kosten für Pflege, Schutz und den laufenden Betrieb gedeckt werden. Für Gottesdienstbesucher und Betende bleibe der Dom kostenfrei.
Der Zentral-Dombau-Verein ist eine Bürgerinitiative zur Erhaltung des Doms. Nach Angaben des Vereins tragen die Mitglieder bislang pro Jahr rund 60 Prozent der Bauerhaltungskosten. Nach der Eintritts-Ankündigung seien einige Mitglieder schon empört ausgetreten, sagt Schock-Werner. Und sie befürchtet, dass Großspender wegbrechen: „Die könnten sagen: Wenn das Domkapitel jetzt selbst Millioneneinnahmen generiert, dann braucht der Dom unser Geld nicht mehr.“


