
Köln/Brühl: Durchsuchungen wegen Geldwäsche
Mehr als 600 Beamte haben am Mittwoch in mehreren Bundesländern einen Schlag gegen eine mutmaßliche Bande von Geldwäschern geführt. Auch in Brühl und Köln gab es Durchsuchungen. Die Täter sollen ein illegales Finanztransfersystem geschaffen haben, um schmutziges Geld in den legalen Finanzkreislauf zu schleusen.
Veröffentlicht: Mittwoch, 27.01.2021 13:06
Es seien Immobilien, teure Autos, Luxusuhren und Gold beschlagnahmt worden, heißt es von der zuständigen Zollfahndung. In einem Safe in Köln entdeckten die Ermittler Taschen mit massiven Goldbarren. Acht Verdächtige wurden festgenommen. Die Bande soll aus Straftaten stammendes Geld an Annahmestellen in Deutschland eingesammelt haben und dann davon Gold und andere Edelmetalle gekauft worden. Danach wurden die Edelmetalle in die Türkei exportiert und dort wieder verkauft, um an sauberes Geld mit Herkunftsnachweisen zu kommen. Wie viel schmutziges Geld auf diese Weise gewaschen worden ist, sei noch unklar, sagte ein Sprecher der Kölner Staatsanwaltschaft. Aus welchen Straftaten das gewaschene Geld stammt, wollen die Ermittler aus taktischen Gründen derzeit nicht sagen.