
Köln/Bonn: Durchsuchung wegen Betrugs bei Soforthilfen
Wegen Betrugs bei der Corona-Hilfe und der bei Starkregen-Soforthilfe hat es am Dienstag mehre Razzien gegeben. Durchsucht wurden Wohn- und Geschäftsräume unter anderem in Köln und Bonn, heißt es von der Kölner Staatsanwaltschaft.
Veröffentlicht: Dienstag, 05.04.2022 13:28
Es geht um zwei Ermittlungsverfahren wegen des Verdachts des gewerbsmäßigen Subventionsbetruges. Zwei Männer wurden festgenommen. In dem einem Fall stehen sieben Mitglieder einer Familie im Verdacht, in 39 Fällen zu unrecht Corona-Wirtschaftshilfen beantragt zu haben. Insgesamt sollen sie über 971.000 Euro beantragt haben, über 360.000 Euro davon wurden bereits ausgezahlt, so die Ermittler. Außerdem soll die Familien auch zehn Anträge auf "Starkregen-Soforthilfe" nach der Hochwasserkatastrophe im Juli gestellt zu haben, ohne das ein Schaden vorlag. In dem anderen Ermittlungsverfahren geht es um vier Beschuldigte, die geschäftliche Beziehungen zu der Familie unterhalten haben. Sie sollen für fünf Firmen insgesamt 15 Anträge für Wirtschaftshilfen gestellt haben. Auch hier besteht laut der Staatsanwaltschaft der Verdacht, dass die Voraussetzungen nicht vorlagen.