Köln/Bergheim: Millionenbetrug mit Billigarbeitern

48 Wohnungen und Gaststätten sind am Dienstag von Beamte des Landeskriminalamtes durchsucht worden. Darunter auch Objekte in Bergheim, Düren und Köln. Jetzt gibt es Einzelheiten zu dem Einsatz.

Kriminalität Polizei

Ermittelt wird gegen eine Bande mit insgesamt 32 Mitgliedern. Dem Hauptbeschuldigten, einem 47-Jährigen wird Menschenhandel, Zwangsarbeit, Steuerhinterziehung und Sozialbetrug vorgeworfen. Er soll in seinen Abbruch-Firmen ausschließlich Osteuropäer für zum Teil weniger als 5 Euro pro Stunde beschäftigt haben, heißt es von den Ermittlern. Die Arbeiter waren nicht angemeldet und es wurden keine Sozialabgaben abgeführt – dem Fiskus ist so Lohnsteuer in Höhe von rund einer halben Millionen Euro entgangen. Mit den Gewinnen hat die Bande in den letzten Jahren Immobilien in Düren gekauft, in denen dann die Arbeiter für eine Wuchermiete untergebracht wurden. Die Bande soll außerdem mit Drogen gehandelt haben und der Chef samt Familie wurde seit Jahren vom Sozialamt finanziert. Bei den Durchsuchungen am Dienstag wurden Handys, Laptops und externe Festplatten sichergestellt. Außerdem Bargeld und ein Elektroschocker. Außerdem hat das LKA vier Immobilien im Wert von fast 500.000 Euro und drei Autos beschlagnahmt. Sechs Personen wurden festgenommen.

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