
Köln: Zülpicher Viertel ist dicht
Das Zülpicher Viertel in Köln ist voll – die Zugänge sind gesperrt worden. Laut der Stadt Köln sind seit dem Nachmittag auch die geöffneten Entlastungsflächen an den Uniwiesen voll. Die Stadt Köln fordert jetzt alle Jecken auf, nicht mehr zum Zülpicher Viertel zu kommen.
Veröffentlicht: Donnerstag, 11.11.2021 17:05
Auch bei der Bahn gibt es immer wieder Probleme. Die Züge konnten zeitweise nicht fahren, weil Feiernde auf den Gleisen standen. Aus polizeilicher Sicht sei die Lage übersichtlich, so Polizeipräsident Jakob an späten Donnerstagnachmittag. Das gilt auch für die abgesperrten Feier-Zonen in der Altstadt und im Zülpicher Viertel. Vereinzelt sei es im Zülpicher Viertel allerdings Menschen gelungen, sich ohne 2-G-Kontrolle in die Zone zu bewegen, so Jakob. An vielen Kontrollstellen gab es lange Wartezeiten – die Stadt hatte deshalb schon am Mittag die Polizei um Unterstützung gebeten. Im Koordinierungsstab der Einsatzkräfte wird die Zahl der Feiernden im öffentlichen Raum auf etwa 50.000 geschätzt. Dort haben Polizeichef Uwe Jakob und Kölns Oberbürgermeisterin Henriette Reker eine erste Zwischenbilanz gezogen. Auch Feuerwehr und Hilfsorganisationen ziehen eine erste Bilanz. Insgesamt gab es bis zum Nachmittag fast 150 Einsätze. Betrunkene Jugendliche unter 18-Jahre mussten bisher nicht behandelt werden, heißt es. Und es gab bisher auch keine Schnittwunden wegen Glasbruchs.
In den Feierzonen gilt 2G-Regel
Pünktlich um 11:11 Uhr ist die Karnevalssession 2021/22 auf dem Heumarkt eröffnet worden. Die Jecken müssen in diesem Jahr aber ohne das designierte Dreigestirn in die neue Session starten. Der Prinz hat Corona. Er ist trotz doppelter Impfung positiv getestet worden. Sicherheitshalber sagte das gesamte Kölner Dreigestirn alle öffentlichen Auftritte zum Sessionsauftakt ab. Für den 11.11. gilt die 2G-Regel: In den abgesperrten Feier-Zonen draußen haben nur Geimpfte und Genesene Zugang. Ein negativer Corona-Test genügt nicht. Die Kölner Polizei will jedenfalls Präsenz zeigen und ist mit 1.000 Beamten im Einsatz. Wie auch schon in den Vorjahren gibt es auch diesmal wieder ein Glasverbot in der Altstadt und im Kwartier Latäng. Das Verbot gilt seit 8 Uhr und dauert 24 Stunden.