
Köln: Woelki weiter unter Druck
Drei katholische Regionalchefs im Erzbistum Köln haben Kardinal Rainer Maria Woelki scharf kritisiert. Sollten neue Vorwürfe gegen ihn zutreffen, stehe man wahrscheinlich vor einem neuen Tiefpunkt in der Krise des Kölner Erzbistums, erklärte der Bonner Stadtdechant Wolfgang Picken.
Veröffentlicht: Dienstag, 09.08.2022 09:06
Hintergrund ist ein Bericht des Kölner Stadt-Anzeiger. Demnach hatten PR-Berater des Erzbischofs Ende 2020 auf dem Höhepunkt der Auseinandersetzung um die Aufarbeitung des Missbrauchsskandals im Erzbistum Köln Pläne für dessen «Überleben» im Amt entworfen. Bekannt war bereits, dass Woelki 820 000 Euro für PR-Beratung ausgegeben hat. Der Kölner Stadtdechant Robert Kleine schrieb in einem Facebook-Beitrag, wenn die Darstellung so zutreffe, komme dies «einer moralischen Bankrotterklärung der Bistumsleitung dem Betroffenenbeirat und allen Betroffenen gegenüber» gleich. Der Wuppertaler Stadtdechant Bruno Kurth forderte Woelki ebenfalls auf, sich zu erklären.