
Köln: Woelki hält Missbrauchs-Gutachten zurück
Der Kölner Kardinal Rainer Maria Woelki will das von ihm in Auftrag gegebene Missbrauchsgutachten einer Münchner Anwaltskanzlei nicht veröffentlichen. Er begründete dies heute in einer Pressemitteilung mit erheblichen Mängeln, die das Gutachten aufweise.
Veröffentlicht: Freitag, 30.10.2020 16:11
Das Gutachten sollte untersuchen, wie die Verantwortlichen im Erzbistum Köln in der Vergangenheit mit Vorwürfen des sexuellen Missbrauchs gegen Priester umgegangen sind. Der Kirchenrechtler Thomas Schüller sprach in einer ersten Reaktion von einem Super-Gau für das Erzbistum Köln und alle involvierten Beteiligten. Man könne die Kritik an dem Münchner Gutachten nur dann valide juristisch bewerten, wenn man es im Wortlaut nachlesen könne, sagte der Münsteraner Professor. Das sei ein Gebot der Fairness.