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Köln: Weg für Muezzin-Ruf ist frei - und es gibt Kritik
© Foto: Daniel Dähling
DITIP Moschee
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Köln: Weg für Muezzin-Ruf ist frei - und es gibt Kritik

Die Türkisch-Islamische Union Ditib in Köln-Ehrenfeld kann am Freitag erstmals den Muezzin über Lautsprecher zum Gebet in die Zentralmoschee rufen lassen. Eine Sprecherin der Stadt Köln sagte, dass am Donnerstag ein entsprechender öffentlich-rechtlicher Vertrag zwischen der Stadt und der Ditib unterzeichnet werde.

Veröffentlicht: Mittwoch, 12.10.2022 14:59

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Die Ditib habe bereits unterschrieben, am Donnerstag werde noch die Unterschrift von Seiten der Stadt erfolgen. Dann sei der Weg für den Muezzinruf prinzipiell frei. Alles Weitere liege bei der Ditib. Rund um das Thema Muezzin-Rufe in Köln wird jetzt wieder neue Kritik laut. Die kommt aus Berlin, vom Psychologen und Islamismus-Experten Ahmad Mansour. Er erinnerte daran, dass die Ditib der verlängerte Arm der türkischen Religionsbehörde in Ankara sei und Präsident Erdogan die Zentralmoschee in Ehrenfeld persönlich eröffnet habe. Mansour befürchtet "fatale Folgen" durch den Ruf. Aus Sicht seiner Sicht ist der Ruf eine Machtdemonstration des politischen Islam. Er sieht die Muezzin-Rufe zudem nicht auf einer Ebene mit dem klassischen Glocken-Geläut. Während es beim Glockengeläut nur um das Geläut gehe, rufe der Muezzin, dass es keinen anderen Gott als Allah gebe und dass Mohammed sein Gesandter sei. Er kritisiert auch, dass Oberbürgermeisterin Reker die Entscheidung pro Muezzin-Ruf einfach verkündet hat, ohne vorher eine Diskussion über das Thema zu ermöglichen.

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