Anzeige
Köln: Streit um Sicherheitskonzept zu Karneval
© Festkomitee Kölner Karneval (Archivfoto)
Weiberfastnacht/Archivfoto
Teilen:

Köln: Streit um Sicherheitskonzept zu Karneval

Die Pläne der Stadtverwaltung, ein privates Unternehmen für vier Jahre mit der Konzeption und Durchführung eines Sicherheitskonzeptes für Karneval auf der Zülpicher Straße zu beauftragen, sorgen für Diskussionen im politischen Köln. Die SPD im Rat spricht von einem sicherheitspolitischen Offenbarungseid.

Veröffentlicht: Donnerstag, 21.04.2022 08:59

Anzeige

Leichte Unterstützung kommt dagegen vom Ratsbündnis um Grüne, CDU und Volt. Es sei klar, dass das Ordnungsamt die vielfältigen Aufgaben nicht alleine bewältigen könne – die Hauptverantwortung beim Thema Sicherheit muss aber bei der Stadt bleiben, heißt es. Gut möglich, dass bis zu Ratssitzung im Mai die Formulierungen in der Ausschreibung noch angepasst werden, um sicher zustellen, dass die Verwaltung die Kontrolle behalte, heißt es von den Grünen.

Anzeige

Stadt verteidigt Pläne

Anzeige

Die Stadt hat Kritik an diesen Planungen zurückgewiesen. Bereits 2018 sei durch den Stadtrat beschlossen worden, Planung, Konzepte und Umsetzung an einen privaten Dienstleister abzugeben, dieser Vertrag laufe nun aus und müsse neu ausgeschrieben werden. Das der neue Vertrag deutlich teuer wird, rechtfertigt die Stadt mit steigenden Kosten. Mehrkosten verursache schon, dass die Uniwiese nicht mehr als Entlastungsfläche für die Zülpicher Straße genutzt werden soll, sondern eine Fläche außerhalb des Kwartier Latäng. Das und auch die nötigen Sperrungen für die Straßen sorgten für steigende Kosten. Auch die Erhöhung des Mindestlohns und der Tariflöhne in den letzten vier Jahren müsse berücksichtigt werden. Letztendlich sei das System auch an den gestiegenen Andrang angepasst worden und es müsse mehr Personal eingesetzt werden. Daher seien die Kosten der beiden Ausschreibungen nicht mehr vergleichbar.

Anzeige
Anzeige
Anzeige