
Köln: RheinEnergie sieht massiven Schub für Wasserstoff
Der Ukraine-Krieg wird Innovationen im Rheinland vorantreiben. Davon geht zumindest der Chef des Kölner Energieversorgers RheinEnergie aus. Laut Dieter Steinkamp könnte Köln möglicherweise viele Klimaziele deutlich vor 2035 erreichen.
Veröffentlicht: Freitag, 29.04.2022 07:04
Die Notwendigkeit, unabhängiger von russischen Gaslieferungen zu werden, beschleunige den Ausbau der erneuerbaren Energien und den Aufbau eines Wasserstoffmarktes. Es gebe dafür aktuell einen großen Anreiz, so Steinkamp. Wenn man bislang davon ausgegangen sei, dass etwa Wasserstoff erst ab 2030 in größerem Maße eingesetzt werden könne, glaube er, dass dies unter dem Druck der aktuellen Geschehnisse und des Klimawandels viel früher, schon in den nächsten vier bis sechs Jahren deutlich vorankommen könne. Die RheinEnergie beteilige sich bereits an konkreten Projekten zur Nutzung von Wasserstoff bei der Energieerzeugung, bis hin zum Pilotversuch unter Produktionsbedingungen Wasserstoff in Gaskraftwerken einzusetzen.