
Köln: Razzia gegen Corona- und Hochwasser-Betrüger
Mit einer Großrazzia in NRW und anderen Bundesländern ist die Staatsanwaltschaft Köln gegen mutmaßliche Betrüger vorgegangen. Sie sollen zu Unrecht Corona- und Hochwasserhilfen in Millionenhöhe kassiert haben.
Veröffentlicht: Dienstag, 11.06.2024 09:00
Insgesamt 21 Objekte im Rheinland und Ruhrgebiet, in Hessen, Bayern, Sachsen und Polen seien durchsucht worden. Ermittelt werde insgesamt gegen acht Beschuldigte. Die Fahnder beschlagnahmten unter anderem hochwertige Luxusartikel wie Goldbarren, Münzsammlungen, Grafikkarten mit fünfstelligem Vermögenswert und teure Handtaschen. Den Hauptbeschuldigten wird vorgeworfen, zwischen März 2021 und April 2022 Corona-Hilfen im Gesamtumfang von über 1,1 Millionen Euro zu Unrecht beantragt und davon 320 000 Euro tatsächlich erhalten zu haben. Nach der Flut im Juni 2021 sollen die Beschuldigten Anträge auf Starkregen-Soforthilfe in Höhe von insgesamt rund 1,2 Millionen Euro gestellt haben – ohne dass es Schäden gegeben hatte.