
Köln: Prozess um große Cybercrime-Plattform
Am Kölner Landgericht startet am Freitag (15.05.) ein Prozess gegen einen 34-Jährigen wegen mutmaßlicher Internetkriminalität in großem Stil. Laut Anklage soll er eine zentrale Rolle bei einer der größten deutschsprachigen Underground-Plattformen gespielt und auch selbst an Betrug, Drogenhandel und Geldwäsche mitgewirkt haben.
Veröffentlicht: Montag, 11.05.2026 14:02
Anklage in Köln wegen Betrug und Geldwäsche
Vor dem Kölner Landgericht beginnt am Freitagmorgen (15.05.) ein Prozess, der die Dimensionen von Internetkriminalität deutlich macht. Angeklagt ist ein 34 Jahre alter Mann, der laut Staatsanwaltschaft mit an der Spitze der größten Underground-Plattform im deutschsprachigen Raum gestanden haben soll.
Nach Angaben der Anklage soll die Plattform mehr als 100.000 registrierte Nutzer gehabt haben. Sie soll über rund anderthalb Jahre eine wichtige Rolle bei kriminellen Geschäften gespielt haben.
Über die Plattform sollen Drogen, Waffen, Falschgeld und gestohlene Kreditkartendaten gehandelt worden sein. Dem 34-Jährigen wirft die Staatsanwaltschaft außerdem gewerbsmäßigen Betrug, Beihilfe zum Drogenhandel und Geldwäsche vor.
Laut Anklage soll der Mann nicht nur die kriminelle Infrastruktur bereitgestellt haben. Er soll auch selbst aktiv gewesen sein. Über einen sogenannten Bargeldaustauschservice soll er Kryptowährungen im Wert von 1,2 Millionen Euro gewaschen haben. Dafür soll er eine Provision von zehn Prozent kassiert haben.
Ein Urteil in dem Prozess wird Mitte August erwartet.