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Köln: Prozess um geplanten Auftragsmord durch Jugendlichen
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Köln: Prozess um geplanten Auftragsmord durch Jugendlichen

Vor dem Kölner Landgericht startet am Mittwoch (20.05.) ein nicht-öffentlicher Jugendprozess wegen eines mutmaßlich geplanten Auftragsmords. Die Staatsanwaltschaft sieht Verbindungen zu einem internationalen Netzwerk, das Killer und Täter für Anschläge anwerben soll.

Veröffentlicht: Dienstag, 19.05.2026 12:48

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Start eines Jugendprozesses am Kölner Landgericht wegen Auftragsmord

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Am Kölner Landgericht beginnt am Mittwoch (20.05.) ein nicht-öffentlicher Prozess gegen einen Jugendlichen aus Schweden. Nach Angaben der Staatsanwaltschaft soll der damals 17-Jährige sich bereiterklärt haben, in Köln einen Auftragsmord zu begehen.

Der Jugendliche soll in Deutschland eine halbautomatische Schusswaffe und ein Foto der Zielperson bekommen haben. Laut Anklage soll er anschließend zweimal bewaffnet zu der Adresse gefahren sein, an der er einen Mann töten sollte. Das mutmaßliche Opfer sei aber nicht vor Ort gewesen.

Hinter der geplanten Tat soll nach Angaben der Staatsanwaltschaft ein internationales Netzwerk stehen. Dieses Netzwerk soll sich darauf spezialisiert haben, Täter für Auftragsmorde und Sprengstoffanschläge zu rekrutieren. Die Auftraggeber sollen aus der Türkei stammen, die Vermittlung soll über Schweden gelaufen sein.

Gefasst werden konnte der Jugendliche laut Staatsanwaltschaft nur durch einen Hinweis der schwedischen Behörden, bevor es zu der Tat kam. Der Prozess findet unter Ausschluss der Öffentlichkeit statt, weil es sich um ein Jugendstrafverfahren handelt. Bis Ende Juni sind sechs Verhandlungstage angesetzt.

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