
Köln: Prozess-Start nach mutmaßlicher Tierquälerei in Hürth
Am Kölner Amtsgericht beginnt am Freitag (22.05.) der Prozess gegen vier Männer aus einem Schlachthof in Hürth. Ihnen wird vorgeworfen, Tiere über Monate gequält, misshandelt und teils nur unzureichend betäubt geschlachtet zu haben.
Veröffentlicht: Donnerstag, 21.05.2026 06:25
Vier Angeklagte vor dem Kölner Amtsgericht
In Hürth soll es auf einem Schlachthof über mehrere Monate zu schweren Verstößen gegen das Tierschutzgesetz gekommen sein. Am Freitag (22.05.) startet dazu vor dem Kölner Amtsgericht der Prozess gegen vier Angeklagte.
Den Männern wird vorgeworfen, Schafe und Rinder brutal behandelt zu haben, um Zeit und Aufwand zu sparen. Laut Anklage sollen die Tiere dabei erhebliche Schmerzen erlitten haben. Unter anderem sollen Schafe und Rinder nur halb betäubt geschlachtet worden sein.
Bekannt wurde der Fall durch ein heimlich aufgenommenes Video einer Tierschutzorganisation. Der Prozess sollte ursprünglich schon vor einem halben Jahr beginnen, war damals aber ausgesetzt worden. Der Grund: Drei Angeklagte hatten kurzfristig neue Verteidiger beauftragt. Deshalb mussten ihre Verfahren zunächst getrennt werden. Nun stehen alle vier Männer gemeinsam vor Gericht.